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Niederdeutsche Bühne Neumünster spielt plattdeutsches Drama

Einmal im Jahr wird es ernst auf der Niederdeutschen Bühne Neumünster. Mit dem Drama "Mudder Mews" wagte sich das Ensemble unter der Regie von Stephan Greve an einen plattdeutschen Klassiker. 145 Besucher erlebten am Sonnabend eine ergreifende Premiere im ausverkauften Studiotheater.

Vergiftete Atmosphäre. Energisch versucht Willelm Mews (Jürgen Göttsche) seine Frau Elsbe (Patricia Juds) zu überzeugen. Mudder Mews (Heike Ingwersen) bleibt abseits

Kieler Nachrichten vom 20.02.2018

Von Susanne Wittorf

Neumünster. Das Schauspiel von Fritz Stavenhagen in der Bearbeitung von Günther Siegmund spielt Ende des 19. Jahrhunderts auf Finkenwerder. Hier führen Willelm Mews und seine Frau Elsbe ein einfaches Leben als Fischer. Selbst für Willelms gestrauchelten Bruder Hugo ist Platz im kleinen Haushalt. Das Leben der drei scheint glücklich. Doch dann taucht Mutter Mews auf, und mit dem Frieden im Haus ist es vorbei. Ein Leben voll Arbeit und Sorgen hat die alte Frau hart gemacht. Besonders Elsbe leidet unter den verletzenden Sticheleien ihrer besserwisserischen Schwiegermutter.

Trotz historischer Kostüme und einem Bühnenbild mit Schapp und alter Nähmaschine wirkte die Inszenierung zu keiner Zeit überholt. Und das lag vor allem an den herausragenden Leistungen der Schauspieler – allen voran Patricia Juds. Ihre Darstellung der Elsbe zeugt vom großen Talent der Laiendarstellerin. Hüpfte sie anfangs noch als fröhliche junge Frau über die Bühne, erlebten die Zuschauer, wie sie im Lauf des Stücks ihre Lebensfreude verlor. An Intensität stand ihr Heike Ingwersen als Mudder Mews in nichts nach. Beeindruckend, wie das langjährige Bühnenmitglied sämtliche Facetten der verhärmten, alten Frau darstellte. Mit ausdrucksstarker Mimik zeichnete Jürgen Göttsche als Willem Mews seine innere Zerrissenheit nach, und Björn Andres (als Hugo Mews) zeigte bereits in seiner ersten Rolle auf der NBN-Bühne viel überzeugende Spielfreude. Selbst Nadine Budnik machte in ihrer Nebenrolle als Schwester eine gute Figur.

Weitere Aufführungen: Montag, Dienstag und am Mittwoch, 19. bis 21. Februar, jeweils um 20 Uhr im Studiotheater, am Donnerstag, 22. und Freitag, 23.Februar, jeweils um 20 Uhr in der Stadthalle, am Sonnabend, 24. Februar um 20 Uhr im Studiotheater und am Sonntag, 25. Februar, um 16 Uhr im Studiotheater. Karten im Vorverkauf über Auch & Kneidl,
Tel. 04321/44064 oder 44065, und online auf www.ticket-regional.de/nbn; Restkarten an der Abendkasse.

 

 

 

20.02.2018 08:23 Alter: 273 Tage