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Niederdeutsche Bühne – Gemütlicher Abend mit Inge Lorenzen

40 Gäste ließen sich von der Musikerin verzaubern. Klaus Reumann trug das Poesiealbum seines Großvaters vor.

Foto: Wittorf


Holsteinischer Courier v. 10.03.2014

Eine Musikerin in ihrem Element. Mit ausdrucksstarker Stimme und weichen Gitarrenklängen beeindruckte Inge Lorenzen ihr Publikum.

Neumünster | „Hüt Abend mokt wi uns dat kommodich“, versprach der Bühnenleiter Jörgen Oerter den 40 Gästen, die am Freitag zu einem musikalischen Leseabend mit der Sängerin Inge Lorenzen und Mitgliedern der Niederdeutschen Bühne gekommen waren. Da sich weniger Besucher als erwartet angekündigt hatten, disponierten die Organisatoren kurzerhand um und verlegten die Veranstaltung aus der Reihe „To Besöök bi de Nedderdütschen“ ins Foyer des NBN-Studios. Der Stimmung tat das keinen Abbruch.

Im Gegenteil. Schon bevor Inge Lorenzen den ersten Ton gesungen hatte, war im Foyer eine fast private Atmosphäre entstanden. Lorenzens sympathische Ausstrahlung und ihre direkten Ansprachen an das Publikum verdichteten die Stimmung zusätzlich. Mit Liedern über ihre Heimat Nordfriesland, einer plattdeutschen Übersetzung von Hannes Waders bekanntem Song „Heute hier, morgen dort“ und einer musikalischen Liebeserklärung an Angeln, wo Lorenzen 30 Jahre gelebt hat, begann der Abend. Inge Lorenzen überzeugte mit einer so wundervollen Stimme, dass es Wolfgang Schütz von der Niederdeutschen Bühne nicht schwer fiel, den passenden Übergang vom musikalischen Teil des Abends zum erzählerischen zu finden. „Wenn wir hier schon eine Nachtigall zu Besuch haben, dann soll es auch ein Gedicht über die Nachtigall geben“, schmunzelte Schütz und las ein selbstverfasstes Gedicht vor. Es folgten Geschichten von Kästner und Börries von Münchhausen, bevor Inge Lorenz wieder zur Gitarre griff und vertonte Gedichte von Heine und Klaus Groth in Plattdeutsch zum Besten gab.

Als zweiter Leser des Abends präsentierte Klaus Reumann unter großem Staunen des Publikums das alte Poesiealbum seines Großvaters von 1873, um dann Rudolf Kienaus Kurzgeschichte „Poesie“ vorzutragen. Vor der Pause gab es noch den „Hochzeitszyklus“, wie Inge Lorenzen ihn nannte, mit Liedern von Helmut Debus und den Toten Hosen. Dazu passte Uschi Kühls Geschichte vom Wunsch, ein Popstar zu werden.
Mit besinnlichen Vertonungen von Klaus Groth und Theodor-Storm-Gedichten endete der Abend unter großem Applaus des Publikums. Jörgen Oerter hatte nicht zu viel versprochen: De Besöök vun Inge Lorenzen bi de Nedderdütschen wär mehr as kommodich.

10.03.2014 14:47 Alter: 5 Jahre