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Volles Haus bei der Premiere

„Op ewig jung“ – aber wie? Die niederdeutsche Fassung von Frank Pinkus’ Komödie bescherte der Niederdeutschen Bühne Neumünster (NBN) zur Premiere am Freitagabend volle Reihen. Mit Lothar Heinz als zurückgewonnenem Regisseur konnte das Theater den Auftakt als Erfolg verbuchen. Die Zukunft des Theaters braucht dennoch Unterstützung durch neue Projekte.

Kieler Nachrichten vom 09.11.2014

Von Cornelia Wunder 

Neumünster. Die Darsteller des Ensembles klärten die Frage nach Jugend und Zufriedenheit am Beispiel von Titania und Werner, der erst lernen muss, dass Gelassenheit der Schlüssel zum Glück ist. Werner (gespielt von Rolf Jungclaus) versucht krampfhaft, durch seine junge Freundin Gaby (Jessica Gehrmann) an seiner Jugend festzuhalten und merkt zunächst nicht, dass er dabei nicht glücklich ist. Dass er sich zunehmend von der gleichaltrigen Titania (Renate Wedemeyer), die ihr Leben in vollen Zügen genießt, angezogen fühlt, will er sich nur langsam eingestehen. Auch Werners bester Freund Tom (Heiner Lenz) hat ein Auge auf die selbstbewusste Dame geworfen. Trotz Durchblicks und großen Herzens ist dieser es jedoch gewohnt, den Kürzeren zu ziehen.

 Bei aller Freude über die begeisterten Reaktionen aus dem Publikum gibt es eines, was sich das Leitungsteam der Bühne dringend wünscht: „Uns fehlt das Publikum zwischen 30 und Ende 40“, so Frank Juds. Zudem steht das Haus in der Klosterstraße von April bis August leer. In einer „Zukunftswerkstatt“ habe man schon einige Projekte ins Auge gefasst. Das Konzept der NBN soll geändert werden. Ziel ist es, auch Kinder und Jugendliche einzubinden und zu unterhalten.

 „Dieter Milkereit und Frank Juds bringen neue Ideen und haben Mut“, lobte der zurückgekehrte Regisseur Lothar Heinz die Bühnenleitung. Nach seinem zehnjährigen Engagement in Glückstadt will der Neumünsteraner sein Theater mit nach vorne bringen. „Ich wollte bei dem Neuaufbruch einen Beitrag leisten, weil dies auch nötig ist.“

 Einen Beitrag leistete auch Rolf Treptow. 40 Jahre besuchten er und seine inzwischen verstorbene Frau die Vorstellungen der Niederdeutschen Bühne. Nach ihrem Tod will er die Erinnerungen am Leben halten. 3300 Euro kamen auf ihrer Trauerfeier als Spende zusammen. Sie sollen der Bühne helfen, denn: „Das Theater haben wir uns verdient.“

09.11.2014 13:13 Alter: 5 Jahre