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Jede Menge Spaß zum Jahreswechsel

Niederdeutschen Bühne Neumünster feierte ihre Silvesterpremiere im ausverkauften Theater in der Stadthalle

Kieler Nachrichten vom 02.01.2019
Susanne Wittorf

Neumünster. „Mit ‚Loop doch nich jümmers weg‘ wollen wir einen Theaterabend präsentieren, der nur eines im Sinn hat: nämlich unserem Publikum einfach jede Menge Spaß zu bescheren“, waren sich die Bühnenleitung der Niederdeutschen Bühne Neumünster (NBN) und Gastregisseur Frank Grupe während der Generalprobe der diesjährigen Silvesterpremiere im Theater in der Stadthalle einig. Die Komödie des Engländers Philip King in der niederdeutschen Übersetzung von Hans-Jürgen Ott sei ein echter Klassiker und wie geschaffen für den Jahreswechsel, meinte Grupe. Der 66- jährige Hamburger mag turbulente Verwechslungskomödien. Über 20 war er als Schauspieler, Dramaturg und Oberspielleiter am Hamburger Ohnsorg-Theater tätig und erlebte dabei den Wandel des Volkstheater. Es sei facettenreicher geworden, meinte der Regisseur. „Gute Komödien haben aber kein Verfallsdatum und ,Loop doch nich jümmers weg’ gehört eindeutig in diese Kategorie.“

Die Geschichte ist rasant, nimmt unerwartete Wendungen, wird dabei aber niemals absurd: Zum großen Kummer von Fräulein Almut (Annett Schnoor) hat Pastor Bornemann (Jürgen Göttsche) die flotte Schauspielerin Dorothea (Claudia Siemsen) geheiratet. Bevor das fromme Fräulein gänzlich der Sorgen-Litanei verfällt, bahnt sich Spektakuläres an: Ein schmucker Bootsmaat (Jürgen Goldkamp) taucht auf und entpuppt sich als alter Freund der Pastorengattin. Beim Plausch über vergangene Zeiten frischen die beiden eine früher gemeinsam gespielte Theaterszene wieder auf. Almut, auf der Lauer liegend, fürchtet Unzucht und Verrat. Doch es kommt noch schlimmer: Ein ausgebrochener Ganove Wilfried Toelstede) beraubt den Pastor bis auf die Unterwäsche, der Oberkirchenrat (Wolfgang Reimer) kommt einen Tag zu früh zu Besuch, ein weiterer Pfarrer (Norbert Spilok) treibt sich im Haus herum und Wachtmeister Preuß (Joachim Schröder) ist hilflos. Nur Dienstmädchen Ida (Anna Lena Graff) scheint durchs Geschehen wirbelnd den Überblick zu behalten. Am Ende stehen fünf Pastoren auf der Bühne – aber nur zwei sind echt!

„Das Stück lebt vom Spannungsaufbau“, sagte Frank Grupe. „Der Rhythmus ist dabei sehr wichtig. Es geht darum, das Tempo zu erhöhen, um es gleich darauf wieder zu drosseln“, erklärte der Regisseur. Dass das Timing der Schauspieler dabei absolut stimmen muss, liegt auf der Hand. Dem neunköpfigen Ensemble der NBN gelang diese große Herausforderung ausgesprochen gut. Es war eine reine Freude, Anna Lena Graffs Wandlungsfähigkeit als Dienstmädchen Ida zu erleben, Jürgen Goldkamps akrobatischen Einlagen als alter Freund der Pastorengattin zu bestaunen und Anett Schnoors mal beleidigter mal völlig betrunkener Mimik und Gestik zu folgen. Als Pastorenfrau mit Hang zum wilden Leben glänzte Claudia Siemsen über die gesamten drei Akte. 

Fazit: Große Bühnenkunst, wilde Verfolgungsjagden und jede Menge kesser Dialoge boten bereits bei der Generalprobe ein unbeschwertes Theatervergnügen zum Lachen, zum Zurücklehnen und zum Genießen. Unbedingt hingehen!

Weitere Vorstellungen im Studiotheater:
Freitag, 11. Januar um 20 Uhr; Sonntag, 13. Januarum 16 Uhr; Montag, 14. Januar; Dienstag, 15. Januar; Mittwoch, 16. Januar, jeweils um 20 Uhr. Am Donnertag, 17. Januar und Freitag 18. Januar jeweils um 20 Uhr in der Stadthalle. Am Sonnabend, 19. um 16 und um 20 Uhr und am Sonntag, 20. Januar um 16 Uhr im Studiotheater.

Die letzten beiden Vorstellungen finden am Freitag, 25. Januar und Sonnabend, 26. Januar jeweils um 20 Uhr im Studiotheater statt.

Karten (17 Euro, Schüler 6 Euro) bei Auch & Kneidl, Tel.: 0 43 21 - 4 40 64 oder 4 40 65

Online über www.ticket-regional.de/nbn 
Restkarten an der Abendkasse: 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung

02.01.2019 08:50 Alter: 19 Tage