Ministerpräsident Daniel Günther zeichnet Karin Parton-Löhndorf aus Neumünster aus

Seit mehr als 50 Jahren agiert Karin Parton-Löhndorf hinter den Kulissen der Niederdeutschen Bühne Neumünster.

Dafür wurde sie jetzt mit der Ehrennadel des Landes ausgezeichnet. – 

von Hannes Harding 
15. Juni 2021, 18:00 Uhr – SHZ

Neumünster | Aus den Händen von Ministerpräsident Daniel Günther durfte Karin Parton-Löhndorf aus Neumünster am Dienstag die Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein entgegennehmen. Diese besondere Ehre wird Bürgern zuteil, die sich über viele Jahre hinweg ehrenamtlich zum Wohle der Allgemeinheit eingesetzt haben, und das ist im Falle der 73-Jährigen nun wahrlich nicht zu leugnen. Denn Karin Parton-Löhndorf ist seit 1968 – also seit über 50 Jahren - Inspizientin bei der Niederdeutschen Bühne Neumünster (NBN). 

Eine wichtige Rolle hinter den Kulissen 

Inspizientin – das ist eine wichtige Theaterrolle, von der aber das Publikum nichts mitbekommt. Karin Parton-Löhndorf sagt über ihr Hobby: „Ich bin zuständig für Pütt un Pann“ – soll heißen: Sie kümmert sich um die Requisiten auf und hinter der Bühne, sie gibt den Schauspielern ihre Einsätze und sorgt für deren Garderobe. Früher war sie auch für Ton und Licht zuständig. Doch das ist heute Sache der Technik. Dennoch: Ohne Inspizienten aus Leidenschaft läuft bei den Aufführungen am Theater wenig. „Ohne mich“, sagt Karin Parton-Löhndorf, „geht der Vorhang nicht auf.“ 

Bei zwei weiteren Stücken im Einsatz 

Dass sie keinesfalls müde ist, macht sie mit Nachdruck deutlich. „Ich bin fit im Kopf und habe noch immer Lust dazu“, sagt die 73-Jährige, die in der kommenden Spielzeit bei zwei Stücken der NBN dafür sorgen wird, dass alles an seinem Platz ist und die Schauspieler immer zur rechten Zeit am rechten Ort agieren werden. 

Zu ihrem Hobby gekommen ist Karin Parton-Löhndorf über ihren ersten Mann, der zur Untermiete bei einem Schauspieler wohnte. Dessen Frau fuhr mit der Niederdeutschen Bühne immer mit über Land und inspizierte. “Das fand ich gut, und da hatte ich auch Lust zu”, sagt sie, das war vor 53 Jahren. 

Ein Höhepunkt war der Geburtstag von Helmut Schmidt 

Seitdem hat sie viel erlebt. Als besonders schön empfindet sie seit jeher die Bestätigung, die sie für ihre Arbeit von Schauspielern und Regisseuren bekommt. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr aber eine Aufführung in Hamburg-Bergedorf im Jahr 1978 – es war eine Koproduktion mit der Hamburger Staatsoper, der Hamburger Freischütz, zum 60. Geburtstag des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt.

 

 

 

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